26. Februar 2015 – Georg Feiner

Mitmachen – Mitreden – Dabei sein. Jugendbeteiligung in der OJA

Von Juli 2014 bis Dezember 2015 gilt für die aktuelle EU-Triopräsidentschaft das Schwerpunktthema und damit auch das Thema für den Strukturierten Dialog auf EU-Ebene „Youth Empowerment“. Das bOJA-Projekt „Mitmachen – Mitreden – Dabei sein“ zielt darauf ab, die Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit in den Prozess des Strukturierten Dialogs in Österreich stärker einzubeziehen und junge Menschen aus dem Kontext der Offenen Jugendarbeit mit gezielten Aktivitäten besser zu erreichen.

Projektzeitraum ist 1.11. 2014 bis 31.3.2015.

bOJA – das bundesweite Netzwerk Offene Jugendarbeit führt im Rahmen des Projekts Veranstaltungen von Jugendlichen durch, um sich mit dem Thema Empowerment auseinanderzusetzen, darüber zu diskutieren und sich eine eigene Meinung zu bilden. Es ist evident, dass Mädchen und Burschen aus sozial benachteiligten Kontexten einen erschwerten Zugang zu Beteiligungsprozessen haben und weniger geübt und erfahren darin sind, ihrer Meinung Ausdruck zu verleihen bzw. überhaupt sich mit gesellschaftspolitisch relevanten Themen strukturiert auseinanderzusetzen. Das Setting Offene Jugendarbeit bietet hier ein geschütztes Übungs- und Erfahrungsfeld, in dem Jugendliche ausprobieren können, wie es ist, sich mit (neuen) Themen auseinanderzusetzen, sich auszutauschen, eine eigene Meinung zu entwickeln und diese nach außen zu vertreten.

Für das Projekt wurden 10 Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit (Jugendzentren, Jugendtreffs, mobile Jugendarbeit) ausgewählt, vor Ort im Setting der Offenen Jugendarbeit Aktivitäten zu setzen, die eine Diskussion von Jugendlichen  zum Thema  “Empowerment zu politischer Partizipation” bewirken und deren Meinungen und Ansichten im Sinne des Strukturierten Dialogs einzuholen. Da die Offene Jugendarbeit reich an Methoden zu Partizipation ist, wurde darauf verzichtet eine methodische Vorgabe zu machen. Die Einrichtungen sind frei, die für sie am geeignetsten Maßnahmen zu setzen. Ziel ist es, möglichst viele unterschiedliche und kreative Herangehensweisen zu erhalten, die auch eine Vielfalt in den Ergebnissen erhoffen lassen.

Zielsetzung

Die Ziele des vorliegenden Projekts beziehen sich zum einen auf den Prozess des Strukturierten Dialogs selbst und zum Anderen auf die jugendlichen TeilnehmerInnen. So soll es nachhaltig zu einer systematischen Einbindung junger Menschen aus der Offenen Jugendarbeit in den Prozess des Strukturierten Dialogs kommen. Jugendliche, die an dem Projekt teilgenommen haben, sollen hinsichtlich ihrer kognitiv-kommunikativen Kompetenzen, ihrer Selbstwirksamkeitserwartungen und vor allem ihres Interesses an Beteiligungsprozessen, vor allem im politischen Kontext profitieren können.

Aktivitäten

Da das Projekt noch läuft, kann erst ein Vorgeschmack auf die realisierten Aktivitäten gegeben werden. Sie beweg(t)en sich, wie erwartet, im Kontext unterschiedlicher thematischer Teilaspekte der Jugendbeteiligung. So fanden bereits Dialogveranstaltungen mit politischen EntscheidungsträgerInnen, Mitgestaltungsprozesse im öffentlichen Raum oder ein Aktion zu Jugendbeteiligung im Netz statt. Zu den erzielten Wirkungen zählen bisher unter anderen der Austausch lebensweltlicher Erfahrungen, das Gefühl stärkerer Teilhabe in der Gemeinde, die Möglichkeit zu klarer Artikulation von Bedürfnissen und Standpunkten und einiges mehr.

bOJA2-Jugendzentrum Oberndorf

Jugendzentrum Oberndorf: Burschenspezifisches Projekt – Jugenddiskussion

bOJA3-Offene Jugendarbeit Dornbirn

Offene Jugendarbeit Dornbirn – Diskussion zur Errichtung eines Jugendplatzes

 

Diskussionsrunde zur Schaffung einer Anlaufstelle am Bahnhof St. Pölten

Nordrand – Mobile Jugendarbeit St. Pölten und Böheimkirchen: Diskussionsrunde zur Schaffung einer Anlaufstelle am Bahnhof St. Pölten