20. Oktober 2017 – Martin Kitzberger

Länder.Jugend.Dialog – Bericht von Sophie Hammer

Der Strukturierte Dialog als Ganzes funktioniert nur dann gut, wenn auf möglichst vielen Ebenen gearbeitet wird, nicht nur auf der europäischen, sondern auch auf nationaler, regionaler und vor allem lokaler Ebene.

Eine besonders wichtige Rolle auf dem lokalen Level nehmen die Dialogbotschafter*Innen ein.

Dialogbotschafter*Innen sind junge Menschen aus den Bundesländern Österreichs, die in ihren Netzwerken Wünsche, Meinungen und Ansichten einfangen und so viele verschiedene Perspektiven in den Prozess hineinholen. Darüber hinaus können sie sich mit anderen jungen Menschen in ihrem Bundesland, aus Österreich und auch auf europäischer Ebene vernetzen und austauschen.

 

Ende September fand ein Auftakttreffen der Dialogbotschafter*Innen für den 6. Zyklus des SD (Strukturierter Dialog) in Friesach, in Kärnten statt. Neben diesen motivierten jungen Menschen waren auch einige Dialogkoordniator*Innen aus den verschiedenen Landesjugendreferaten und Manuel und ich als European Youth Delegates anwesend. Besonders zahlreich waren Jugendliche aus Tirol und Kärnten vertreten.

Dort konnten die zukünftigen Dialogbotschafter*Innen den Strukturierten Dialog besser kennenlernen, Erfahrungen austauschen und überlegen, wie genau sie sich in den Prozess einbringen wollen.

 

Das Thema, zu dem wir alle in den nächsten 18 Monaten arbeiten werden ist „Jugend in Europa – wie geht’s weiter“. Folgende Fragen haben uns an diesem Wochenende beschäftigt: Was ist jungen Menschen in Europa wichtig? Welchen Themen und Problemen gehört auf politischer Ebene mehr Beachtung geschenkt und wie können diese aufgearbeitet werden? Wieso fühlen sich junge Menschen auf politischer Ebene oft nicht repräsentiert und wie kann das geändert werden? Die vielfältigen Hintergründe der Teilnehmenden machten diese Tage ganz besonders spannend.

 

Ganz zentral war natürlich die Beziehung junger Menschen zu Europa. Einig waren sich die Jugendlichen, dass Europa nichts Fernes ist, sondern uns auch im Alltag häufig betrifft. Ob beim Reisen, in der Schule, im Gespräch mit Freunden oder Familie, überall ist es präsent. Viele in Österreich relevante Themen und Herausforderungen betreffen eben auch Menschen in und aus anderen Ländern, weshalb Diskussionen und Lösungen, die über Grenzen hinweg gehen, ausschlaggebend für eine gemeinsame Zukunft sind.

Die Dialogbotschafter*Innen wünschen sich ein stabiles, sicheres und solidarisches Europa für die Zukunft, und setzen sich tatkräftig dafür ein und versuchen möglichst viele Menschen in ihrem Umfeld für diese Anliegen zu begeistern.