Begriffe und

Bedeutungen

Klick auf einen der Begriffe, um mehr zum Themen zu erfahren.

EU-Jugenddelegierte

Die beiden Europäischen Jugenddelegierten vertreten für jeweils zwei Jahre die Ergebnisse des Strukturierten Dialogs in Österreich sowie die Positionen der Bundesjugendvertretung in Gremien und Konferenzen auf europäischer Ebene. Sie nehmen u.a. an den EU-Jugendkonferenzen sowie an Treffen des Europäischen Jugendforums teil. Derzeit nehmen Carina Autengruber (2014/15) und Manuel Rodaro (2015/16) diesen Aufgaben wahr.

EU-Jugendkonferenz

EU-Jugendkonferenzen finden halbjährlich statt. Sie werden von dem Mitgliedstaat organisiert, der in diesem Zeitraum die Ratspräsidentschaft innehat. Dabei kommen JugendvertreterInnen (unter anderem die EU-Jugenddelegierten) und VertreterInnen der für Jugendfragen zuständigen Ministerien aus allen EU-Mitgliedstaaten zusammen, um gemeinsam an einem Thema zu arbeiten.

EU-Jugendministerrat

Der Europäische Rat ist das Gremium der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union. Er dient als übergeordnete Institution dazu, die entscheidenden Kompromisse zwischen den einzelnen Mitgliedstaaten zu finden und Impulse für die weitere Entwicklung der Union zu setzen. Der Europäischen Rat ist nicht zu verwechseln mit dem Europarat (der institutionell nicht mit der Europäischen Union verbunden ist) und dem Rat der Europäischen Union (Ministerrat).

EU-Jugendstrategie

In der EU wird im Bereich Jugendpolitik zusammengearbeitet. Die Mitgliedsstaaten haben sich auf einen gemeinsamen Rahmen und gemeinsame Ziele geeinigt. Diese sind in der EU-Jugendstrategie festgeschrieben. Diese Jugendstrategie ist somit die politische Grundlage für den Strukturierten Dialog.

Die Ziele:

  • Mehr Möglichkeiten und mehr Chancengleichheit für alle jungen Menschen in Bildung und Arbeit schaffen.
  • Das freiwillige Engagement junger Menschen stärker fördern.
  • Die soziale Eingliederung junger Menschen stärken.

Junge Menschen sollen aktiv an der Umsetzung der EU-Jugendstrategie beteiligt werden.

Mehr zum Thema: Ratsentschließung EU-Jugendstrategie

Europäische Kommission

Die Europäische Kommission ist gewissermaßen die Regierung der EU. Sie besteht aus 28 Mitgliedern, den sogenannten KommissarInnen, von denen jede/r einen speziellen Zuständigkeitsbereich hat. Die Europäische Kommission kann u.a. Rechtsakte vorschlagen, überwacht deren Umsetzung und führt beschlossene Programme wie zum Beispiel Erasmus+ durch.

Mehr zum Thema

Europäischer Lenkungsausschuss

Der europäische Lenkungsausschuss (European Steering Committee) ist für die Gesamtkoordination des Strukturierten Dialogs auf europäischer Ebene verantwortlich. Der Ausschuss setzt sich aus VertreterInnen der für Jugendfragen zuständigen Ministerien der Länder der jeweiligen Triopräsidentschaft, aus RepräsentantInnen von deren nationalen Jugendvertretungen und Nationalagenturen für das EU-Programm „Erasmus+: Jugend in Aktion“ sowie aus VertreterInnen der Europäischen Kommission und des Europäischen Jugendforums zusammen.

Mehr zum Thema

Europäischer Rat

Der Europäische Rat ist das Gremium der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union. Er dient als übergeordnete Institution dazu, die entscheidenden Kompromisse zwischen den einzelnen Mitgliedstaaten zu finden und Impulse für die weitere Entwicklung der Union zu setzen. Der Europäischen Rat ist nicht zu verwechseln mit dem Europarat (der institutionell nicht mit der Europäischen Union verbunden ist) und dem Rat der Europäischen Union (Ministerrat).

Europäisches Jugendforum

Das Europäische Jugendforum ist der Zusammenschluss von rund 100 nationalen Jugendvertretungen und unabhängigen internationalen Jugendorganisationen in Europa. Es vertritt deren Interessen u.a. gegenüber der EU, dem Europarat und den UN-Organisationen, um auf Standpunkte von europäischen Jugendlichen aufmerksam zu machen. Das Europäische Jugendforum setzt sich für die aktive Beteiligung junger Menschen bei der Gestaltung Europas und für eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen ein.

Webseite des Europäischen Jugendforums

Konsultationsphasen / Ablauf eines Arbeitszyklus im Strukturierten Dialog

Ein Arbeitszyklus im Rahmen des Strukturierten Dialogs ist in drei Phasen von jeweils etwa sechs Monaten unterteilt. In der Orientierungsphase wird ein gemeinsames Verständnis des Themas erarbeitet und thematische Prioritäten werden gesetzt. In der zweiten Phase werden Meinungen, Vorschläge und Forderungen junger Menschen zusammengetragen und gebündelt. Schließlich werden in der Feedback- und Konkretisierungsphase Empfehlungen entwickelt, die auch dem EU-Jugendministerrat vorgelegt werden.

Mehr zum Thema

NAG (Arbeitsgruppe Strukturierter Dialog)

Die Arbeitsgruppe Strukturierter Dialog (NAG) ist das Koordinationsgremium, das Inhalte, Strategien und Aktivitäten zur Umsetzung der EU-Jugendstrategie vernetzt, koordiniert und bündelt sowie die Realisierung des Strukturierten Dialogs in Österreich begleitet und vorantreibt.

Die Gruppe besteht aus Fachpersonen aus

  • dem Bundesministerium für Familien und Jugend,
  • den Landesjugendreferaten der Bundesländer
  • dem Bereich der Jugendforschung

sowie folgenden bundesweit agierenden Organisationen im Jugendbereich:

  • BJV – Bundes Jugend Vertretung
  • bOJA – Bundesweites Netzwerk Offene Jugendarbeit
  • Bundesnetzwerk Österreichische Jugendinfos
  • Nationalagentur des Programms „Erasmus+: Jugend in Aktion“

Rat der Europäischen Union

Der Rat der Europäischen Union wird häufig auch einfach als Rat oder Ministerrat bezeichnet und setzt sich aus FachministerInnen der 28 EU-Mitgliedstaaten zusammen. Er beschließt Rechtsakte der EU und nimmt damit gemeinsam mit dem Europäischen Parlament gesetzgeberische Aufgaben wahr. Der Rat heißt zwar immer Rat, tritt aber in unterschiedlichen „Formationen“ zusammen, wie z.B. als Rat für Auswärtige Angelegenheiten, als Rat für Wirtschaft und Finanzen (ECOFIN) oder als Rat für Bildung, Jugend, Kultur und Sport.

Rats-Entschließung

Eine Entschließung ist ein offiziell vom Rat der Europäischen Union verabschiedetes Dokument, das politische Absichtserklärungen und Willensbekundungen enthält, auf die sich die EU-Mitgliedstaaten geeinigt haben. Eine Entschließung ist rechtlich nicht bindend, muss also nicht umgesetzt werden. Allerdings werden die in Entschließungen beschriebenen Ziele und Aktivitäten sowie deren Umsetzung in der Regel überprüft, z.B. durch Berichte der Mitgliedstaaten an die EU. Sie sind damit etwas verbindlicher als Schlussfolgerungen des Rates.

Ratspräsidentschaft

Der Rat der Europäischen Union hat im Gegensatz zur Europäischen Kommission oder dem Europäischen Rat keinen ständigen Präsidenten bzw. keine ständige Präsidentin. Stattdessen wechselt der Vorsitz, d.h. die Ratspräsidentschaft, alle sechs Monate zu einem anderen EU-Mitgliedstaat. Zu den Aufgaben der Ratspräsidentschaft gehört es u.a., die Ratstagungen zu leiten und die Geschäfte der EU zu führen.

Schlussfolgerungen des Rates

Schlussfolgerungen sind ein offiziell vom Rat verabschiedetes Dokument und enthalten politische Absichtserklärungen und Willensbekundungen, auf die sich die Mitgliedstaaten geeinigt haben. Schlussfolgerungen sind rechtlich nicht verbindlich und müssen nicht umgesetzt werden. Sie sind die schwächste Form einer gemeinsamen politischen Absichtserklärung der EU-Mitgliedstaaten.

Triopräsidentschaft / Vorsitz im Rat der EU

Jeweils drei aufeinander folgende Ratspräsidentschaften koordinieren ihre Arbeit, indem sie gemeinsame Arbeitsprogramme für die 18 Monate ihrer Präsidentschaft erarbeiten und umsetzen (2014-2015: Italien, Lettland, Luxemburg; 2016-2017: Niederlande, Slowakei, Malta).

Mehr zum Thema